Die Motivation

Auch wenn es vielleicht jedem einleuchtet: Dauerhaft motiviert zu bleiben bedeutet weit mehr, als einfach nur ein Buch schreiben zu wollen. Oft denken Autorinnen viel zu sehr an das fertige Produkt (das Buch) und nicht an den steinigen, einsamen Weg dorthin. Dabei gilt gerade für jene, die sich zum ersten Mal an eine selbst erzählte Geschichte herantrauen:

„Die besten Geschichten tragen wir in uns, die Frage ist nur, ob wir uns trauen, sie auch zu erzählen.“

Es ist oft einfacher, über die Dinge zu schreiben, die uns beschäftigen, weil wir sie selbst erlebt haben und sie uns womöglich nicht loslassen.

Was auf den ersten Blick vielleicht nach einem Tipp aus einem oberflächlichen Schreibratgeber klingt, hat einen tieferen Hintergrund.

Sehr viele von uns, die sich besonders nach dem Schreiben – und oft nach einem eigenen Buch – sehnen, tragen etwas mit sich herum, was (gefühlt) nicht nur in einem Tagebuch stehen sollte. Es ist ihnen vielleicht sogar so wichtig, dass man es, ohne zu übertreiben, als ihr persönliches Lebensthema bezeichnen könnte. Es muss raus, will von anderen gelesen werden. Aber, und das sollte jedem einleuchten, dies funktioniert nur, wenn es gut verpackt (=erzählt) ist. Alles andere ist und bleibt eben eine Erlebniserzählung oder ein Eintrag für unser privates Tagebuch. Was nicht bedeutet, dass es schlechter oder weniger wertvoll ist. Es ist nur eben nicht su unterhaltsam für Leserinnen.

Dazu noch ein kleiner Denkanstoß: Ja, es ist richtig, dass jeder schreiben lernen kann. Aber, und das gehört zur Wahrheit dazu, ohne einen sehr, sehr starken Willen und Disziplin funktioniert es nicht. Um buchreif zu schreiben, müssen wir hart an uns arbeiten, idealerweise eine Tendenz zum Perfektionismus haben und keine Schwierigkeiten damit haben, sehr viel Zeit allein mit unseren Gedanken zu verbringen. Und noch etwas sollten wir sein bzw. gerade nicht sein: vorschnell zufrieden sein. Das klingt nach Perfektionismus? Ja, dem ist (leider) so. Unzufrieden mit dem eigenen Text zu sein, gehört zu einem Hauptantrieb vieler Schreibender. Wir werden darauf noch später – in einem gesonderten Beitrag – eingehen. 

Finde jetzt heraus, was deine persönliche Motivation ist, und fülle anonym unseren Fragebogen aus.

Die Fragen werden dir ein paar Antworten entlocken, die sich jeder stellen sollte, der sich intensiver dem Schreiben widmen möchte.

Um in einen Flow zu kommen und vor allem darin zu bleiben, ist es wichtig, dass du 100 % hinter dem Thema deines Schreibens stehst, persönlich darin aufgehst. 

  • Versuche einmal, dich in eine ganz besondere Situation zu versetzen, die du einmal erlebt hast, und beginne, sie so zu erzählen, wie du dir vorstellen kannst, dass sie von einer Zuhörerin als interessant empfunden werdenkönnte.  

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