Den Schlüssel dazu hast Du selbst in der Hand
Es gibt keine Anleitung oder ein Patentrezept, mit dem Du plötzlich und manuskiptauglich schreiben kannst.
Wir ahnten ja bereits, dass es mehr als nur einen Grund dafür geben würde, dass so viele Hobby-Autorinnen oft mehr über das Schreiben reden, statt es auch wirklich zu tun. Denn das Schreiben einer längeren Geschichte oder einer Erzählung ist selbst eine sehr komplexe Geschichte und so fanden wir sechs Punkte, die erfüllt sein sollten, damit Texte so richtig gut werden können.
Dabei handelt es sich natürlich nicht um irgendwelche Punkte, die man so leicht umsetzen und sich zur Erinnerung an die Wand pinnen kann: Hinter diesen sechs Kategorien verbergen sich zahlreiche Tipps und Hinweise, die Dir das Schreiben leichter und auch lustvoller machen. Immer vorausgesetzt natürlich, Du verbindest diese sechs Punkte miteinander – und das ist oft gar nicht einfach.
Diese sechs Voraussetzungen ebnen Dir den Weg zur eigenen Geschichte:
- Eine ausgeprägte Motivation
- Sich Zeit nehmen
- Fantasie entwickeln
- Sich in einen kreativen Zustand versetzen
- Konzentration auf das Wesentliche
- Neugierig bleiben
In dieser Ausgabe verschaffen wir uns einen ersten Überblick über die sechs Voraussetzungen. Wir sprechen einige Dinge an, über die Du Dir Gedanken machen kannst. Denn Eigeninitiative ist natürlich auch so etwas, was für Dein Schreiben unerlässlich ist:
Denn Geschichten Schreibende sind immer auch Suchende, selbst dann noch, wenn sie schon gefunden haben, wonach sie gesucht haben.
Was steckt denn nun eigentlich hinter diesen sechs Voraussetzungen? Bevor wir uns tiefer mit den einzelnen Punkten beschäftigen, haben wir für Dich jeweils ein anschauliches Beispiel notiert.
- Motivation
Etwas nur zu wollen, reicht nicht aus: Objekt Deiner Motivation sollte das Schreiben sein, nicht das Ergebnis. Es ist die Arbeit an den eigenen Texten, auf die es ankommt.
- Sich Zeit nehmen
Sich Zeit zu nehmen, ist ein Anfang. Noch wichtiger ist es, einen Plan zu haben, worüber Du schreiben möchtest.
- Fantasie entwickeln
Um die richtigen Worte zu finden, kann es von Vorteil sein, sich eine Szene als bildlich vorzustellen.
- Sich in einen kreativen Zustand versetzen.
Einen Zugang zur eigenen Kreativität kannst Du bewusst herbeiführen. Das kann z.B. durch durch einen Konsum von Medien funktionieren, die uns bei der Ideenfindung anregen. Für den einen ist das ein Buch, Podcast oder Film. Für andere ist es ein Besuch im Café oder einem anderen Ort, der auf sie eine inspirierende Wirkung hat.
- Konzentration auf das Wesentliche.
Erzählend zu schreiben ist ein Zustand, in dem wir allein mit uns sind. Um die Bilder aus unserer Vorstellung so in Worte und Sätze zu fassen, dass andere sie nachempfinden können, ist es wichtig, dass wir unserem Projekt eine hohe Aufmerksamkeit widmen.
- Neugierig bleiben
Unsere strengste Kritikerin sollten wir selbst sein. Zwar gilt auch hier: Nichts muss perfekt sein, doch gibt es natürlich Mindestanforderungen, die Manuskripte erfüllen müssen, damit sich ein Verlag überhaupt für sie interessiert. Um die eigene Erzählung auf solch ein Niveau zu heben, sind zahlreiche Durchgänge erforderlich (Eigenlektorat). Selbstkritik, Klangproben und Experimente sind unerlässlich, um einen eigenen Schreibstil zu entwickeln.
Schon bald folgt unser nächster Beitrag, in dem wir uns die ersten beiden Voraussetzungen – Motivation und Zeit – etwas genauer ansehen werden.